Pérotin Dum sigillum summi Patris (c. 1190–1200)
Liza Lim Shallow Grave, solo for ceramic horn and F trumpet (2023)
Liza Lim aus: 3 Angels, 3 intertwining songs: 3/The Angel of Lamentation, for bass-baritone (2011)
Interlude Improvisation for voice and trumpet
Liza Lim Wild Winged One, solo for trumpet (2007)
Enno Poppe Wespe, for voice solo (2005)
Aaron Holloway-Nahum I Contemplate Snippets of Silence and Find them Few (2023)
Bevor Ty Bouque an der Deutschen Oper Berlin mit den Proben zu „Good Vibes only“ von Bara Gisladottir startet, ist er zusammen mit dem seit 2026 auch als künstlerischer Leiter des Tiroler Klangspuren Festivals tätigen Marco Blaauw bei „open music“ im intimen, die Sinne schärfenden Rahmen des Grazer Museums der Wahrnehmung zu erleben. Sowohl Bouque wie auch Blaauw brennen für zeitgenössische Musik: Der in Chicago beheimatete Bariton Ty Bouque ist u.a. Autor zweier Bücher über experimentelle Musik, schreibt über Oper, tritt weltweit in verschiedenen Solo-, Ensemble- und Opernkonstellationen als Sänger auf (so etwa als Teil des Ensembles „loadbang“); Marco Blaauw, vielfach bepreist und international auch solistisch aktiv, wiederum sieht auf eine über 30ig-jährige Karriere zurück (u.a. als Mitglied des Ensemble Musikfabrik oder seines „The Monochrome Project“), und hat dabei nicht zuletzt auch spieltechnisch die Entwicklung seines Instruments maßgeblich vorangetrieben.
In ihrem Programm „Shallow Silence“ knüpfen Bouque und Blaauw als Einstieg mit Pérotin an einen berühmten geistlichen Conductus der frühen Phase der Ars antiqua an, und schaffen sodann auch improvisierend Übergänge zu Werken des 21. Jahrhunderts. Zentral gesetzt sind dabei – nebst dem fragil introvertierten Stück „Frauenhaarfarn I“ Chaya Czernowins und der auf dem gleichnamigen Gedicht von Enno Poppes Lieblingsdichters Marcel Bayer basierenden Komposition „Wespe“ – drei Soli der australischen Komponistin Liza Lim, bei denen auch ein auf ein neolithisches Keramikhorn zurückgehendes Instrument zum Einsatz kommt, sowie ein Duo des in Chicago geborenen Briten Aaron Holloway-Nahum.
€ 20 | € 13* | € 7**
* Schüler°innen, Student°innen, Präsenz-/Zivildiener°innen und Arbeitslose mit gültigem Ausweis
** Musikstudent°innen mit gültigem Ausweis an der Abendkassa sowie Kinder bis 10 Jahre
*** Eintritt frei für Hunger auf Kunst & Kultur an der Abendkassa ab 15 Minuten vor Konzertbeginn
Abendkassa
Die Abendkassa öffnet 30 Minuten vor Konzertbeginn
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